NLS Norwegisch

Die Struktur einer Erörterung für das Norskprøven B2 Niveau

Im Kontext des Norskprøven auf B2-Niveau stellt die Erörterung eine zentrale Aufgabe dar, die sowohl sprachliche Präzision als auch strukturiertes Denken erfordert. Dieser Artikel beleuchtet die grundlegende Struktur einer solchen Erörterung und bietet Ihnen einen Leitfaden zur erfolgreichen Bewältigung dieser Prüfungsanforderung. Das Verfassen einer überzeugenden Erörterung gleicht dem Bau eines stabilen Gebäudes: Jedes Element muss seinen Platz finden und das Ganze tragen, während die Argumente als tragende Säulen dienen.

Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, ist es unerlässlich, die Aufgabenstellung genau zu verstehen. Oftmals wird ein Thema vorgegeben, zu dem Sie Pro- und Kontra-Argumente entwickeln und eine eigene Position beziehen sollen. Dies kann beispielsweise eine gesellschaftliche Debatte, eine bildungspolitische Frage oder ein Umweltproblem sein, das im norwegischen Kontext relevant ist. Bestehe die Norskprøven mit Sicherheit: Melde dich heute bei der NLS Norwegian Language School an.

1.1. Identifikation der Schlüsselbegriffe

Nehmen Sie sich Zeit, die Aufgabenstellung sorgfältig zu lesen. Unterstreichen Sie die Schlüsselbegriffe und stellen Sie sicher, dass Sie deren Bedeutung vollständig erfassen. Missverständnisse in dieser Phase können dazu führen, dass Sie am Thema vorbeischreiben, was sich negativ auf die Bewertung auswirken würde. Fragen Sie sich: Um was geht es hier wirklich? Welche Aspekte des Themas sind relevant?

1.2. Erste Ideenfindung und Brainstorming

Nachdem Sie die Schlüsselbegriffe identifiziert haben, beginnen Sie mit einem Brainstorming. Schreiben Sie alle Gedanken, Argumente, Beispiele oder Assoziationen auf, die Ihnen zu dem Thema einfallen, ohne diese zunächst zu bewerten. Dies kann in Stichpunkten, einer Mindmap oder einer freien Assoziationskette geschehen. Das Ziel ist es, eine breite Palette an Ideen zu generieren, aus denen Sie später auswählen können. Denken Sie daran, sowohl Argumente für als auch gegen das vorgegebene Thema zu sammeln.

1.3. Strukturierung der Argumente

Sortieren Sie die gesammelten Ideen. Gruppieren Sie ähnliche Punkte und trennen Sie Pro- von Kontra-Argumenten. Versuchen Sie, die Argumente nach ihrer Stärke oder Relevanz zu ordnen. Welche Argumente sind besonders überzeugend? Welche lassen sich gut belegen? Dieser Schritt ist entscheidend für die spätere Gliederung Ihrer Erörterung.

2. Der Aufbau einer Erörterung: Die Gliederung als Bauplan

Die Gliederung ist das Rückgrat Ihrer Erörterung. Sie sorgt für eine logische Abfolge der Gedanken und ermöglicht es Ihnen, Ihre Argumente strukturiert und nachvollziehbar darzulegen. Eine gut durchdachte Gliederung ist wie ein Navigationssystem, das den Leser sicher durch Ihre Argumentation führt.

2.1. Einleitung: Das Tor zum Thema

Die Einleitung hat die Aufgabe, das Interesse des Lesers zu wecken und ihn zum Thema hinzuführen. Sie sollte prägnant sein und die Relevanz des Themas aufzeigen.

2.1.1. Hinführung zum Thema

Beginnen Sie nicht direkt mit Ihrer Meinung, sondern leiten Sie das Thema allgemein ein. Dies kann durch eine aktuelle Begebenheit, eine statistische Angabe, eine rhetorische Frage oder ein Zitat geschehen. Das Ziel ist es, einen Bezug zum Alltag herzustellen und die Bedeutung des Themas zu verdeutlichen.

2.1.2. Formulierung der Problemstellung/Kontroverse

Im Anschluss an die allgemeine Hinführung formulieren Sie die zentrale Fragestellung oder Kontroverse, die im Mittelpunkt Ihrer Erörterung steht. Machen Sie deutlich, dass es zu diesem Thema unterschiedliche Meinungen gibt.

2.1.3. Ankündigung der eigenen Position (Optional)

Ob Sie Ihre eigene Position bereits in der Einleitung andeuten, hängt von der Aufgabenstellung ab. Manchmal wird erwartet, dass die eigene Meinung erst im Schlussteil präsentiert wird. Wenn die Aufgabenstellung jedoch einen klaren Standpunkt von Beginn an ermöglicht, kann eine kurze Andeutung der eigenen Position die Erörterung fokussieren. Hierbei sollte noch keine detaillierte Begründung erfolgen.

2.2. Hauptteil: Der Kern der Argumentation

Der Hauptteil ist das Herzstück Ihrer Erörterung, in dem Sie Ihre Argumente ausführlich darlegen und belegen. Hier entfaltet sich das Gerüst Ihrer Gedanken.

2.2.1. Argumentation nach dem Sanduhrprinzip (Pro und Kontra)

Eine bewährte Methode ist die Darstellung der Argumente nach dem Sanduhrprinzip. Beginnen Sie mit den Argumenten für die Position, die Sie _nicht_ vertreten möchten (oder umgekehrt), und führen Sie diese von den schwächeren zu den stärkeren hin. Anschließend wechseln Sie zur Gegenseite und präsentieren die Argumente für die Position, die Sie _bevorzugen_, ebenfalls aufsteigend von den schwächeren zu den stärksten. Diese Struktur ermöglicht eine überzeugende Widerlegung der Gegenposition und eine Stärkung der eigenen.

2.2.2. Aufbau eines Arguments: Behauptung, Begründung, Beispiel (BBB-Schema)

Jedes Argument sollte nach dem Prinzip Behauptung – Begründung – Beispiel (BBB-Schema) aufgebaut sein.

  • Behauptung: Stellen Sie eine klare und präzise Aussage auf, die Ihre Position stützt oder die Gegenposition widerlegt.
  • Begründung: Erklären Sie, warum diese Behauptung zutrifft. Nutzen Sie hierfür logische Schlussfolgerungen, Fakten oder allgemein anerkannte Prinzipien.
  • Beispiel: Illustrieren Sie Ihre Begründung durch konkrete Beispiele, Studien, Statistiken oder persönliche Erfahrungen (falls angemessen). Ein gutes Beispiel verleiht Ihrem Argument Glaubwürdigkeit und Anschaulichkeit.

2.2.3. Verwendung von Überleitungen und Konnektoren

Flüssige Übergänge zwischen Abschnitten und Argumenten sind entscheidend für den Lesefluss. Verwenden Sie Konjunktionen und Adverbien, die logische Verknüpfungen herstellen, wie z.B. “des Weiteren”, “hingegen”, “allerdings”, “darüber hinaus”, “im Gegensatz dazu”, “folglich”, “zudem”. Diese sprachlichen Brücken sorgen dafür, dass die Argumentation nicht stockt, sondern wie ein durchgehender Erzählfaden wirkt.

2.3. Schluss: Synthese und Ausblick

Der Schluss rundet Ihre Erörterung ab. Er sollte keine neuen Argumente einführen, sondern die Ergebnisse zusammenfassen und einen Ausblick geben.

2.3.1. Zusammenfassung der Hauptargumente

Fassen Sie Ihre wichtigsten Argumente kurz und prägnant zusammen, ohne jede Einzelheit zu wiederholen. Zeigen Sie auf, welche Argumente besonders gewichtig waren und wie sie zu Ihrer Schlussfolgerung geführt haben.

2.3.2. Formulierung der eigenen Position/Stellungnahme

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, Ihre endgültige Position klar und deutlich darzulegen. Begründen Sie nochmals kurz, warum Sie zu dieser Einschätzung gelangt sind und warum Ihre Argumente überzeugender waren als die der Gegenposition.

2.3.3. Ausblick oder abschließender Gedanke

Schließen Sie Ihre Erörterung mit einem Ausblick ab. Dies kann eine Empfehlung, eine Prognose, eine übergeordnete Erkenntnis oder eine Frage sein, die zum Nachdenken anregt. Vermeiden Sie hierbei jedoch eine reine Wiederholung der Einleitung. Der Schluss soll einen sinnvollen Abschluss bieten und dem Leser das Gefühl geben, das Thema vollständig erfasst zu haben.

3. Sprachliche Gestaltung und Ausdruck

Oslo

Die sprachliche Qualität Ihrer Erörterung ist mindestens ebenso wichtig wie die Struktur und der Inhalt. Auf dem B2-Niveau wird ein differenzierter und präziser Sprachgebrauch erwartet.

3.1. Wahl des Wortschatzes und der Satzstruktur

Verwenden Sie einen variablen und adäquaten Wortschatz. Vermeiden Sie Wortwiederholungen durch Synonyme. Bilden Sie sowohl einfache als auch komplexere Satzstrukturen (Haupt- und Nebensätze), um Ihre Gedanken präzise auszudrücken. Ein abwechslungsreicher Satzbau zeugt von sprachlicher Kompetenz.

3.2. Objektivität und sachlicher Ton

Auch wenn Sie eine eigene Position vertreten, sollte der Grundton Ihrer Erörterung sachlich und objektiv sein. Vermeiden Sie emotionale oder umgangssprachliche Ausdrücke. Argumente sollten durch Fakten und Logik überzeugen, nicht durch Polemik oder Übertreibungen.

3.3. Korrekte Grammatik und Rechtschreibung

Fehler in Grammatik und Rechtschreibung können die Verständlichkeit beeinträchtigen und einen negativen Eindruck hinterlassen. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, Ihre Erörterung sorgfältig Korrektur zu lesen. Achten Sie insbesondere auf die norwegische Zeichensetzung, die oft von der deutschen abweicht, und auf die korrekte Verwendung von Präpositionen und Konjunktionen.

4. Relevanz der NLS Norwegian Language School in Oslo für die Prüfungsvorbereitung

Photo Oslo

In einer Welt, in der Sprachkenntnisse zunehmend an Wert gewinnen, sticht die NLS Norwegian Language School in Oslo mit ihren spezialisierten Norwegisch-Testvorbereitungskursen hervor. Entwickelt für diejenigen, die die norwegische Sprache beherrschen möchten, ist dieser Kurs ein Leuchtturm für Lernende, die den Norskprøven, einen entscheidenden Test zum Nachweis der Sprachkenntnisse in Norwegen, erfolgreich ablegen wollen.

Dieses Programm ist auf Studenten auf verschiedenen Stufen der Sprachbeherrschung zugeschnitten und orientiert sich an den Standards des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER). Unser Norskprøven-Kurs beinhaltet Mock-Tests, um die Studenten bei der Vorbereitung und dem Bestehen zu unterstützen. Die gezielte Vorbereitung auf die unterschiedlichen Prüfungsteile, insbesondere auf die schriftliche Erörterung, ist ein Alleinstellungsmerkmal der NLS. Durch strukturierte Übungseinheiten und individuelle Rückmeldungen werden Sie systematisch an die Anforderungen des Norskprøvens auf B2-Niveau herangeführt. Die Simulation realer Prüfungsbedingungen durch Mock-Tests ist dabei ein entscheidender Vorteil, um Prüfungsangst abzubauen und Sicherheit im Umgang mit Zeitdruck und Aufgabenstellung zu gewinnen. Der Kurs bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Argumentationsfähigkeiten zu schärfen und die spezifischen Anforderungen an eine überzeugende Erörterung im norwegischen Kontext zu verinnerlichen.

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